Das Dachdeckerhandwerk hat im Emsland und in der Grafschaft Bentheim eine lange Tradition. Bereits vor über 100 Jahren siedelten sich hier Dach- und Schieferdeckermeister an.

So kam auch Josef Fritze 1897 nach Meppen bzw. Lingen. Als Junggeselle und Meister wohnte er zuerst in Meppen in der Hinterstraße, bevor er im Jahre 1900 ein Grundstück in Meppen, Haselünner Straße erwerben konnte. Es wurde gebaut, natürlich mit einem Naturschieferdach, Fledermausgauben und einer Hauswasser-versorgung, die vom Dach aus über ein Kellerbassin gespeist wurde. Nach Bränden in den Jahren 1910 und 1928 musste das Dach jeweils erneuert werden.

1934 schlossen sich das Dachdeckerhandwerk und auch andere heimische Handwerkszweige zu Innungen zusammen. Bei Gründung der Dachdeckerpflichtinnung wurde Josef Fritze zum stellvertretenden Obermeister gewählt.

Drei Söhne von Josef Fritze wurden Dachdecker- und Klempnermeister, ein Sohn studierte Architektur.



 

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